Gefältelte Schliessmundschnecke
Macrogastra plicatula

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Gefältete Schliessmundschnecke kriecht über einen Baumstamm.
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Diese kleine Schnecke ist etwa so gross wie ein Haferkorn. Ihr hübsches Gehäuse weist eng beieinanderliegende Zuwachsstreifen auf, die Falten bilden, daher ihr deutscher Name. Wie alle Schnecken dieser Familie (der Schliessmundschnecken) hat ihr Gehäuse eine kleine Tür, ein bewegliches, löffelförmiges Teil aus Kalk. Diese Tür kann sie zu ihrem Schutz über die Gehäuseöffnung klappen. Ausserdem geht man davon aus, dass sie zweimal pro Jahr brütet: Eier sind von Mai bis Juni und von August bis Oktober in Gruppen von 30 bis 40 Stück zu finden. Die Jungtiere schlüpfen nach 18-20 Tagen und erreichen ihre Geschlechtsreife am Ende ihres zweiten Lebensjahres.

Verbreitung

Mitteleuropa

Erkennungsmerkmale

Dünnes Gehäuse, leicht ausgebuchtet, rötlich braun; charakteristische Querstreifen: ausgeprägt und weit auseinanderliegend (5 bis 6 Streifen pro mm in der vorletzten Windung).
Schliessmundschnecken sind eine der wenigen Schneckenfamilien, die als «Linksdreher» bezeichnet werden: Wenn man ihr Gehäuse von oben betrachtet, windet sich dieses im Gegenuhrzeigersinn, es ist linksgewunden.

Gehört zu
Masse

Höhe des Gehäuses: 11 bis 14 mm
Durchmesser des Gehäuses: 3 mm

Ähnliche Arten

Die Bauchige Schliessmundschnecke (Macrogastra ventricosa) ist im Gegensatz zur Gefältelten Schliessmundschnecke bauchiger. Sie ist auch grösser (17 bis 19 mm lang, 3,8 bis 4,4 mm Durchmesser). Die Mittlere Schliessmundschnecke (Macrogastra attenuata) ist ebenfalls grösser und spindelförmig (13 bis 16 mm lang, 3,3 bis 3,7 mm Durchmesser).

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

Erkundet bei regnerischem oder nassem Wetter Baumstämme und Felsen. Winterschlaf: ab dem ersten Frost.

Lebensraum

Laub- oder Mischwälder, in feuchtem Unterholz, steinig und kalkreich: Streu, Moose, Baumstämme, Felsen. Auch auf Felsen und Steinmauern ausserhalb von Wäldern. Höhenlagen zwischen 300 und 1200 m über Meer, in der Schweiz bis auf 2000 m.

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Gefahren
  • Fichtenmonokulturen versauern die Böden. Unter diesen Bedingungen hat die Schnecke Schwierigkeiten, ihre Kalkschale zu bilden.
Fördermassnahmen
Verwunschene Wälder

Aufgrund ihrer geringen Grösse und ihrer Tarnfarbe fällt die Gefältelte Schliessmundschnecke nicht besonders auf. Sie ist den Menschen wenig bekannt, aber auch (vorerst) nicht bedroht. Sorgen wir dafür, dass das so bleibt. Wie für alle Schneckenarten ist es wichtig, einen qualitativ hochwertigen Lebensraum zu schaffen. Sie braucht natürliche und abwechslungsreiche Wälder mit Moosen, alten Bäumen und Felsblöcken.

Beobachtungstipps

Das Tier

Schauen Sie sich im Wald Baumstämme, Mauern und Felsen genau an, besonders bei nassem Wetter. Meist ist sie hoch oben auf diesen Untergründen aktiv. Man kann aber auch beobachten, wie sie sich unter Streu und Steinen ausruht.

Das leere Gehäuse

Durchsuchen Sie vorsichtig Streu und Moos, heben Sie Steine auf und suchen Sie nach Rissen in der Rinde.

Gehäuse der Gefälteten Schliessmundschnecke.
Spuren

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