Wilde Nachbarn und StadtWildTiere

Viele unserer wilden Nachbarn leben versteckt und sind nachtaktiv. Die Projekte Wilde Nachbarn und StadtWildTiere möchten diese heimlichen Siedlungsbewohner sichtbar und erlebbar machen. Lernen Sie die Projekte Wilde Nachbarn und StadtWildTiere, deren Hintergründe und Ziele kennen.

Den Wilden Nachbarn auf der Spur

Viele unserer wilden Nachbarn leben versteckt, sind nachtaktiv oder weichen uns Menschen aus. Die Projekte Wilde Nachbarn und StadtWildTiere wollen diese heimlichen Siedlungsbewohner sichtbar und erlebbar machen. Dazu werden gemeinsam mit der Bevölkerung Beobachtungen von Wildtieren  gesammelt. Mit der Zeit ergeben diese Zufallsbeobachtungen in ihrer Summe ein gutes Bild von der Verbreitung und dem Vorkommen von Arten.

Die Ziele der Projekte Wilde Nachbarn und StadtWildTiere

  • Nur was ich kenne, werde ich schützen: Die Bevölkerung von Städten und Dörfern lernen die große Vielfalt an Wildtieren im Siedlungsraum kennen. Sie melden ihre Beobachtungen und erhalten vielfältige Informationen zu den Tieren und Tipps, wie sie diese beobachten, fördern und schützen können.

  • Schließen von Wissenslücken: Mit Hilfe der Bevölkerung erforschen wir Vorkommen und Verbreitung von Wildtieren im Siedlungsraum.

  • Grundlagen für Schutz und Förderung: Aufgrund der gesammelten und analysierten Daten haben wir eine Grundlage, um die Wildtiere im Siedlungsraum gezielt zu fördern.

Hintergrund zum Projekt

Natur vor der Haustüre
Die Mehrheit der europäischen Bevölkerung lebt in Städten, Agglomerationen und Dörfern. Damit erlebt ein großer Teil der Menschen in urbanen Gebieten die Natur im Alltag . Die Qualität dieser Gebiete als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie die Einstellung der Bevölkerung zur Natur haben deshalb eine entsprechend große Bedeutung.

Verdichtetes Bauen auf Kosten von Natur- und Freiräumen?
Natur- und Freiräume spielen für die Lebensqualität der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Mit zunehmender Verdichtung der Siedlungsgebiete geraten jedoch genau diese Gebiete und damit auch die Lebensräume der Wildtiere immer mehr in Bedrängnis.

Es gibt viel zu entdecken…
Nach neusten Untersuchungen ist die Artenvielfalt in unseren Siedlungsgebieten erstaunlich hoch, vergleichbar mit der Vielfalt in einem durchschnittlichen Wald oder einem landwirtschaftlichen Gebiet. Für den, der sich die Zeit dafür nimmt, gibt es im eigenen Garten, auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule viel Spannendes und Faszinierendes zu entdecken.

Das Projekt „StadtWildTiere“ und die Entstehung der „Wilden Nachbarn“

Das Projekt StadtWildTiere wurde von der Arbeitsgemeinschaft SWILD - Stadtökologie, Wildtierforschung und Kommunikation entwickelt und am 2. Okt. 2013 dem neu gegründeten Verein StadtNatur übergeben. Als Schwesterprojekt der StadtWildTiere entwickelten wir das Projekt Wilde Nachbarn, das im Mai 2016 mit dem Naturnetz Pfannenstil auf der rechten Zürichseeseite gestartet wurde. Das Projekt Wilde Nachbarn beschäftigt sich mit Wildtieren und ihren Lebensräumen im ländlichen Siedlungsgebiet während mit dem Projekt StadtWildTiere vor allem die Wildtiere in der Stadt im Zentrum stehen. 

Das Projekt Wilde Nachbarn gibt es aktuell für die Schweiz in den Regionen Pfannenstil, Solothurn, Thurgau, im Unterengadin, in der Region der Waadtländer Alpen, im Wallis (zweisprachig), im Val-de-Ruz und im Kanton Zug, in Baden-Würrtemberg (D), in der Region Wagram in Niederösterreich (AT) sowie als Meldeplattform für den neuen Säugetieratlas der Schweiz (auch in Französisch). Weitere Regionen werden folgen.

Das Projekt StadtWildTiere gibt es aktuell in den Städten BerlinBern, Chur, LuzernSt.Gallen, Wien, Winterthur und Zürich. Weitere Städte werden folgen.