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Freie Bahn für Igel & Co. in Basel-Stadt und Basel-Landschaft 2025

Der Siedlungsraum bietet Wildtieren in durchgrünten Wohnquartieren und Grünflächen wertvollen Lebensraum, stellt sie jedoch auch vor Herausforderungen: Fehlende Grünkorridore sowie Barrieren wie Mauern, Zäune und Treppen erschweren oder verhindern ihnen Zugang zu geeigneten Lebensräumen. Dadurch sind Wildtiere gezwungen, Umwege zu nehmen, was sie länger gefährlichen Bereichen wie Strassen aussetzt und wertvolle Zeit für die Nahrungssuche kostet. Um dem entgegenzuwirken, ruft das Projekt «Freie Bahn für Igel & Co.» die Basler Bevölkerung dazu auf, den Siedlungsraum besser zu vernetzen. 

Resultate

Im Rahmen von unserer Aktion konnten Freiwillige eine Fotofalle kostenlos ausleihen. Mit diesen Fotofallen wurden neu geschaffene oder alte Durchgänge für jeweils zwei Wochen überwacht. Ziel war es herauszufinden, wie lange es dauert, bis ein neu geschaffener Durchgang angenommen wird und welche Tiere die Durchgänge nutzen. 

Mithilfe der Fotofallen konnte beobachtet werden, dass Igel, Eichhörnchen, Dachse, Füchse, Steinmarder, Waldmäuse und andere Wildtiere die Durchgänge nutzten.

Ein Igel benutzt einen Durchgang im Gartenzaun.
Steinmarder in St. Johann, Basel

Überraschend war, dass die neu geschaffenen Durchgänge im Durchschnitt bereits nach nur vier Tagen von verschiedenen Wildtieren genutzt wurden. Igel haben die neuen Durchgänge sogar noch etwas schneller genutzt – im Durchschnitt schon nach nur drei Tagen. Viele Durchgänge wurden sogar bereits in der ersten Nacht nach der Erschaffung des neuen Durchgangs angenommen. Dies verdeutlicht, wie schnell die Wildtiere die neuen Verbindungswege entdecken. Die Nutzung zeigt, dass selbst einfache Massnahmen einen unmittelbaren positiven Effekt auf die Bewegungsmöglichkeiten von Wildtieren haben können. Jeder geschaffene Durchgang zählt und wird erstaunlich schnell von den Wildtieren entdeckt und genutzt. Dadurch wird die Lebensqualität vieler kleiner Wildtiere erhöht

Insgesamt wurden 106 Igeldurchgänge gemeldet. Dabei wurden Treppen oder Mauern mit Zwischenstufen igelfreundlich umgestaltet und Durchgänge bei Zäunen oder Mauern mit Igelplaketten markiert. 

Karte mit Meldungen von Kleinstrukturen

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Video

Die Sendung "Tatze, Pfote, Schnabel" von Telebasel widmete im Herbst 2025 eine Folge der Aktion «Freie Bahn für Igel & Co.». Wildtierbiologin Sandra Gloor erläutert darin, warum ein gut vernetzter Siedlungsraum für Igel und andere kleine Wildtiere so wichtig ist – und zeigt, wie sich ein Garten mit einfachen Massnahmen naturfreundlich gestalten lässt, damit Igel & Co. im Siedlungsraum bessere Lebensbedingungen vorfinden.

Durchgänge schaffen und melden

Mauern und Stufen, die höher als 20 cm sind, können für Igel unüberwindbare Hindernisse darstellen. Damit sie hindurchkommen, benötigen Igel Durchgänge von mindestens 10 x 10 cm. Hohe Stufen sollten mit einer Rampe oder einer Zwischenstufe begehbar gemacht werden.

Auch steile Wände an Teichen oder Pools sind gefährlich – ohne Ausstiegsmöglichkeit besteht für Igel und andere Wildtiere Lebensgefahr. Eine einfache Ausstiegshilfe kann hier Leben retten.

Als Durchgang im Holzzaun, kann man eine Latte zwischen Boden und der unteren Querverstrebung absagen.
Backsteine als Zwischenstufen ermöglichen Igeln den Auf- und Abstieg.
Ein Metallrahmen ermöglicht einen sauberen und sicheren Durchgang durch den Maschendrahtzaun.
Kleinstrukturen anlegen und melden
Wildtierfreundliche Gärten
Angebote für Schulen
Aktion "Igel im Birstal gesucht"
Kurzvideos: Einfache Tipps für einen igelfreundlichen Garten
5 Regeln fürs Rasenmähen

Auf Achilles Wildtierkamera war ein Igel zu sehen. Was kann er nun tun, damit es dem Igel in seinem Garten gut geht? Am besten Annegret fragen, sie hat einen igelfreundlichen Garten und weiss:
Beim Rasenmähen ist Vorsicht geboten! Igel sind nachts unterwegs und verstecken sich tagsüber unterm Gebüsch oder in krautigen Rändern.
In diesem Video bekommst du von Achille und Annegret 5 bewährte Regeln fürs Rasenmähen - dem Igel zuliebe!

5 Verstecke über die sich Igel freuen

Meret zeigt Achille 5 einfache Igelverstecke, die du nachmachen kannst!
Möchtest du, dass Igel auch in deinem Garten einen gemütlichen Schlafplatz finden? Hier sind fünf einfache Tipps.

Bahn Frei! Für den Igel

Achille's Wildtierkamera hat ein Problem aufgedeckt: Der Igel kommt nicht unter dem Zaun durch! Glücklicherweise weiss Meret, wie man den Garten igelfreundlicher gestaltet.

3 Tipps für Hecken in denen sich der Igel wohlfühlt

Annegret zeigt Achille, wie man einen Garten igelfreundlich gestaltet. Hier sind ihre drei besten Tipps.

Laubhaufen selber bauen

So baust du ein Winterversteck für den Igel!

Der Herbst ist da und das bedeutet: Zeit, dem Igel ein gemütliches Winterquartier zu bauen! Achille zeigt dir, wie du mit einfachen Mitteln einen perfekten Laubhaufen anlegst, damit unser stacheliger Nachbar sicher durch den Winter kommt.

Das brauchst du:
✔ 6 lange Spalthölzer oder dicke Äste
✔ 4 kurze Holzscheite
✔ Äste oder Tannenzweige
✔ Und natürlich: ganz viel Laub!

Der richtige Standort:
Wähle einen schattigen Platz mit flachem Boden, damit das Versteck trocken bleibt und der Igel gut geschützt ist.

Tipp: Falls du keine dicken Äste hast – ein einfacher Laubhaufen ist immer besser als gar keiner! Jede natürliche Ecke zählt.

Finanzierung

Das Projekt "Freie Bahn für Igel & Co 2025" wurde von den Trägern organisiert und von folgenden Stiftungen und Institutionen finanziert. Wir danken herzlich für die wertvolle Unterstützung!

  • Christoph Merian Stiftung
  • Swisslos-Fonds Basel-Stadt
  • Naturfonds salzgut der Schweizer Salinen
  • Alpe Felix Stiftung
  • Werner Hasenböhler Stiftung
  • Margarethe und Rudolf Gsell Stiftung
  • IWB Projektförderung Nachhaltigkeit
  • BAFU
  • Anonyme Stiftung

Artporträt

Meles meles
Vulpes vulpes
Mustela erminea
Erithacus rubecula
Martes foina