Wildkaninchen
Oryctolagus cuniculus
© Thermos / WikiCommons

Lebensraum

Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder

Stammform aller Hauskaninchen. Gesellig. Eine Familie umfasst 2-3 M√§nnchen und 4-6 Weibchen. Strenge Hierarchie, rangh√∂chstes M√§nnchen und Weibchen verteidigen Territorium. Mehrere Familien k√∂nnen sich zu Sippen vereinen. Legen Erdbaue an. Nutzen Baumaterialien, Holzstapel usw. als Unterschlupf. Ern√§hrung: Gr√§ser, Kr√§uter, Kulturpflanzen wie Getreide, Mais, sowie Rinde von Str√§uchern und B√§umen. Weibchen haben 2-3 W√ľrfe mit 2-6 Jungen pro Jahr. Hohe Sterblichkeit im Winter. Wildernde Hauskatzen und Steinmarder sind innerhalb von Siedlungsgebieten die wichtigsten Feinde. Dezimierung durch Viruskrankheiten (Myxomatose und die Chinaseuche, auch rabbit haemorragic disease (RHD)), mitteleurop√§ische Best√§nde im letzten Jahrzehnt stark r√ľckl√§ufig.

Erkennungsmerkmale 
Fell graubraun, Bauchseite hell grauweiß, Schwanzunterseite weiß. Bei Kreuzung mit Hauskaninchen sind verschiedene Farbvariationen möglich.
Lebensraum 
Zum Graben g√ľnstige trockene, sandige B√∂den bevorzugt, ebenso k√ľnstlich aufgesch√ľttete Erdhaufen. Bahnd√§mme, G√§rten, Parkanlagen, Friedh√∂fe. In Deutschland weit verbreitet, im Westen besonders h√§ufig; in √Ėsterreich haupts√§chlich im Osten, in der Schweiz nur vereinzelte, isolierte Vorkommen. Auf Rasenfl√§chen in G√§rten, bis in die Innenst√§dte.
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
√Ąhnliche Arten
Andere Hasenartige sind der Feldhase und der Schneehase. Der Schneehase ist ein Bewohner h√∂herer Lagen, allerdings kommt es vereinzelt zu Hybridisierung (Kreuzung) zwischen den Arten. Kreuzungen zwischen Feldhase und Wildkaninchen sind auf Grund ihrer unterschiedlichen Chromosomenanzahl nicht m√∂glich. Der Feldhase ist im Unterschied zum Kaninchen gr√∂√üer und mit l√§ngeren Ohren und Hinterbeinen ausgestattet. √Ąhnlichkeiten hat das Wildkaninchen auch mit dem Hauskaninchen, welches von ihm abstammt.
Ma√üe 

Kopf-Rumpflänge 35-45 cm, Ohren 6-8 cm, 1.5-2.5 kg.

Aktivit√§tszeit 
Ganzjährig dämmerungs- und nachtaktiv, in Städten oft auch tagaktiv.
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
40 Bilder geordnet nach
Wildkaninchen 
 4
Wildkaninchen 
 3
Wildkaninchen 
 3
Wildkaninchen 
 3
Wildkaninchen 
 1
Wildkaninchen 
 1
Wildkaninchen 
 1
Wildkaninchen 
 1
Wildkaninchen 
 1
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0
Wildkaninchen 
 0

Seiten

Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

Welche Bilder gefallen Ihnen besonders gut? 

Als registrierte Nutzerin oder registrierter Nutzer k√∂nnen Sie ausgew√§hlten Galeriebildern ihre Stimme geben: Klicken Sie daf√ľr auf die Pfote¬†¬† unter dem Bild. Wird das Symbol rot, ist das Bild von Ihnen ausgew√§hlt. Die Zahl neben dem Symbol verr√§t, wie viele Personen dieses Bild bereits markiert haben.

Noch nicht registriert? Registrieren Sie sich hier. 

 

Kaninchenspuren

Der erste Schritt beim Beobachten, ist das Suchen nach Spuren. Der Abdruck der Kaninchenpfoten ist beispielsweise im Schnee gut zu entdecken und sehr typisch. Leicht zu identifizieren sind auch die kleinen Kotpillen. Auch Kaninchenbaue, die vorzugsweise in weichen sandigen Boden gegraben werden, sind ein guter Beobachtungspunkt.

Spaziergang in der Dämmerung

Kaninchen sind d√§mmerungs- und nachtaktiv, im Siedlungsraum kann man sie aber auch tags√ľber gut beobachten. Hat man also Spuren entdeckt, kann man sich in der D√§mmerung auf die Pirsch machen. Mit gro√üer Wahrscheinlichkeit begegnet man dann verschiedenen Tieren, mit etwas Gl√ľck ist ein Kaninchen dabei.

Kaninchenlosung

© 4028mdk09 / WikiCommons

Nicht f√ľttern

Kaninchen bevorzugen sandige, weiche B√∂den, um ihre Baue zu graben. Sollten Sie das Gl√ľck haben, einen Kaninchenbau in ihrer N√§he zu haben, genie√üen Sie die M√∂glichkeit, die Tiere aus der Entfernung gut beobachten zu k√∂nnen. Das F√ľttern von Wildkaninchen ist zu unterlassen, da die Populationen ansonsten zu gro√ü werden und weitl√§ufige Baue oft f√ľr Ver√§rgerung sorgen.

Gefahren 

Nasskaltes Wetter, Fressfeinde und St√∂rungen durch Mensch und Hund sind Hauptverursacher f√ľr den Tod von Jungkaninchen. Daher:

  • Spazierg√§nger: Bleiben Sie auf den Wegen. Kaninchen k√∂nnen sich an ein gewisses Ma√ü an St√∂rungen gew√∂hnen, solange die f√ľr sie vorhersehbar sind.

  • Hundehalter: F√ľhren Sie Ihren Hund an der Leine.

Service
Betreut von SWILD
StadtWildTiere Berlin
Träger