Graugans
Anser anser
© Pixabay

Lebensraum

Feuchtgebiet
Gewässer

Au√üerhalb der Paarungs- und Brutzeit, die meist Mitte M√§rz beginnt, leben Graug√§nse in gro√üen Schw√§rmen. Graug√§nse haben pro Jahr eine Brut, bei der sie 4- 6 Eier legen, die ausschlie√ülich vom Weibchen bebr√ľtet werden. Die Brutdauer betr√§gt 27- 29 Tage, w√§hrend der sich das M√§nnchen in der N√§he des Nestes aufh√§lt und Angreifer vertreibt. Graug√§nse ern√§hren sich pflanzlich. Sie fressen Land- und Wasserpflanzen, obwohl sie eher √§send auf dem Land anzutreffen sind als gr√ľndelnd, also kop√ľber mit dem Schnabel den Boden eines Gew√§ssers absuchend, auf dem Wasser. Sie zupfen kurze Gr√§ser und Kr√§uter, nehmen aber auch gelegentlich Stauden, Wurzeln, Kartoffeln oder R√ľben zu sich. Im Herbst nutzen sie das Nahrungsangebot auf Maisstoppelfeldern, im Fr√ľhling weiden sie h√§ufig auf Gr√ľnland und von Juli bis August √§sen sie auf Getreidestoppelfeldern. Graug√§nse erkennen sich gegenseitig anhand des Rufes. So kann es nachts auf gro√üen Rastpl√§tzen sehr laut zugehen, wenn die einzelnen Familienmitglieder versuchen, sich wiederzufinden. Die Lebenserwartung betr√§gt 17 bis 20 Jahre.

Erkennungsmerkmale 
Hellgraue F√§rbung. Hals wirkt dick und l√§ngsgestreift. Helle Vorderfl√ľgel. Kr√§ftiger, keilf√∂rmiger rosa- bis orangefarbener Schnabel. Fleischfarbene Beine (bei Jungv√∂geln grau).
Lebensraum 
Seen, Rieselfelder, Kl√§rteiche, Flie√ügew√§sser und Gr√§ben. Teilweise nutzen sie auch kleine Waldweiher in Bruchw√§ldern und Mooren als Brutst√§tte. Agrarfl√§chen als √Ąsungspl√§tze.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
√Ąhnliche Arten
Die Saatgans, die als Wintergast in Deutschland beobachtet werden kann, sieht der Graugans ähnlich. Sie hat einen dunkleren Hals und Kopf.
Ma√üe 

75- 90 cm, Fl√ľgelspannweite 147- 180 cm, Gewicht 2- 4kg

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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Auf nahezu jedem Gewässer

Graug√§nse br√ľten auf einer Vielzahl von Gew√§ssern. Zum √Ąsen fliegen sie auch auf weiter vom Gew√§sser entfernte Fl√§chen.
In St√§dten bieten ihnen die weitl√§ufigen, mehrmals im Jahr gem√§hten Parkwiesen optimale √Ąsungsm√∂glichkeiten und die k√ľnstlich angelegten Gew√§sser eine R√ľckzugsm√∂glichkeit bei Gefahr.

© Dietmar Meinert

Die pflanzliche Nahrung der Graugänse ist auch im Kot noch gut erkennbar.

Konflikte zwischen Graugans und Mensch
  • Verschmutzung: Wenn sich Graug√§nse an Badeseen oder auf Liegewiesen tummeln, bleiben ihre Hinterlassenschaften zur√ľck. Umz√§unungen und Schwimmbarrieren k√∂nnen eine L√∂sung sein. Das F√ľttern der G√§nse lockt weitere Artgenossen an- deshalb F√ľtterung unterlassen!
  • Landwirtschaft: Es wird von Fra√üsch√§den an Saaten und Kulturen berichtet. √úberspannungen und Umz√§unungen von landwirtschaftlich genutzten Fl√§chen k√∂nnen Abhilfe verschaffen.
Gefahren 
  • Angelsport: Viele Graug√§nse sterben an verschluckten Angelhaken oder verfangen sich in liegengelassenen Angelschn√ľren. Um ein qualvolles Sterben von Graug√§nsen zu vermeiden, sollten keine Utensilien zur√ľckgelassen werden.
Mehr Informationen

Konrad Lorenz. 1979. Das Jahr der Graugans. Piper Verlag GmbH 2003.

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